| Der Glaube der Bodhisattva |
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von Torei Zenji
Wenn ich betrachte die wahre Natur dessen, was ist: alles ist die vollkommene Form des unfehlbaren Tathagata: jedes Ereignis, jeder Moment, jeder Ort ist nichts anderes als sein strahlendes Licht. So haben die Lehrer der Vergangenheit alles, selbst Vögel und Vieh, mit andächtigem Herzen geliebt und geschätzt; so ist auch unser Essen und Trinken und die schützende Kleidung die lebendige Haut und das Fleisch des Buddha und seiner gnädigen Inkarnationen. Wer wäre da nicht voller Verehrung und Dankbarkeit? Gebührt schon den Dingen, die ohne Herz sind, solche Gnade, wieviel mehr Gnade und Rücksicht gebührt einem törichten Menschen. Selbst wenn einer voll Rachsucht wäre, voller Vorwürfe, ein schlimmer Feind, der mich quälte, so zeigt gerade dies des Buddha grenzenlose Güte, ein liebevolles Mittel, um uns vollkommen zu befreien von Lasten, angehäuft in der anfangslosen Vergangenheit durch begehrendes Anhaften, durch Haß und Torheit. Verstehen wir so, was uns begegnet, lösen wir uns vollkommen von uns selbst und tiefer, reiner Glaube entsteht: Lotusblüten öffnen sich in jedem Gedanken, und in jeder Blüte wird ein Buddha offenbar. Überall ist das Reine Land in seiner Schönheit, und deutlich sehen wir des Tathagata Licht. Mögen wir diesen Herz-Geist erlangen und das ganze Universum darin einschließen, damit wir und alle Wesen reifen in der Weisheit des Buddha. |